Tinnitus-Atemtherapie nach Holl®

Diese Therapie richtet sich an Tinnitusbetroffene und/oder ihre Angehörigen und wird als Einzeltherapie oder in Gruppen angeboten.

Logo Tinnitus-AtemtherapieAn Tinnitus zu leiden ist für viele Menschen eine sehr schlimme Erfahrung. Das Leben verändert sich dramatisch. Für gewisse Personen wird es sogar unmöglich weiter zu arbeiten. Gleichzeitig werden andere Menschen keinen großen Unterschied bei den Betroffenen bemerken. Die Erfahrung ist ganz individuell und der Laut, das Geräusch, das Phänomen, das Tinnitus ausmacht, ist sehr unterschiedlich bei den Betroffenen.
Unter Tinnitus versteht man Töne oder Geräusche, die ohne äußere Schallquellen in den Ohren oder im Kopf wahrgenommen werden.
Tinnitus ist nicht lebensbedrohlich, schränkt aber die Lebensqualität des Betroffenen erheblich ein. Das plötzliche Auftreten verunsichert und leider sind die medizinischen Behandlungsmöglichkeiten sehr schnell erschöpft und viele Betroffene haben auf der Suche nach Linderung bzw. Heilung bereits eine wahre Odyssee hinter sich, sind aber letztendlich auf ihren Beschwerden sitzen geblieben.
Daher ist es unumgänglich, sich mit "seinem" Tinnitus auseinander zu setzen, wenn man ihn denn nicht einfach loswerden oder überhören kann.
Es ist nicht nur der Tinnitus, unter dem der Betroffene leidet, es sind auch die Begleitsysteme wie Schlaf- und Konzentrationsstörungen, Antriebslosigkeit, Angst, Wut, Trauer, Isolation etc. und das teilweise Unverständnis seiner Mitmenschen.
Der Hintergrund für Tinnitus ist unser heutiges Leben geprägt von Hektik, Reizüberflutung und wachsender Selbstentfremdung, ein absolut westliches Phänomen.
In Deutschland fühlen sich 8 % der Bevölkerung von dem permanenten Dauergeräusch belästigt. 2,7 Millionen Menschen sind von einem behandlungswürdigen Tinnitus betroffen. Jährlich kommen ca. 340.000 Neuerkrankungen hinzu, mindestens ¾ davon chronisch.
Die Deutsche Tinnitus - Liga  spricht in diesem Zusammenhang von einer „Volkskrankheit“.

Aber wie begegnet man diesem Leiden?

Zunächst sind die Diagnose durch einen HNO – Arzt und der Ausschluss einer organischen Ursache erforderlich. Wichtig ist, dass der Betroffene umfassende Aufklärung bekommt, da immer noch verschiedene Horrorgeschichten im Umlauf sind.
Neben den rein medizinischen Möglichkeiten gibt es unterschiedliche Therapieansätze.

Tinnitus – Atemtherapie nach Holl®

Als eine der wirksamsten therapeutischen Ansätze hat sich die Tinnitus – Atemtherapie nach Holl® erwiesen. Maria Holl, Heilpraktikerin für Psychotherapie mit eigener Praxis in Aachen, hat ein hochwirksames Selbsthilfeprogramm geschaffen, welches sich aus drei Elementen zusammensetzt. Gymnastische Übungen aktivieren den Körper, die Selbstmassage sensibilisiert einzelne Körperteile und eine spezielle Atemtechnik verbunden mit inneren Übungen aus dem taoistischen System der Revitalisierung, lassen Spannung abfließen.
Hinter der Kombination dieser drei Fachbereiche steckt ein ausgeklügeltes Regulationskonzept. Der Tinnitus – Atemtherapie liegt der Grundgedanke zugrunde, Blockaden im Körper zu lösen, um aufgestaute Energie in den Boden ableiten zu lassen.

Gymnastik
Aktive Körperübungen dienen zur Lockerung desjenigen Körperteil, auf den sich der Betroffene zunächst konzentrieren möchte. Sie werden mit mentalen Bildern kombiniert. Je gedehnter und gelockerter der Körper zu Beginn der Sitzung ist, desto leichter kann das Ziel der Tinnitus – Atemtherapie erreicht werden: Die Energiebahnen im Körper öffnen, deren Stauung oftmals die Ursache der Ohrgeräusche ist.

Selbstmassage
Aktuelle Forschungsergebnisse belegen, dass Selbstmassage nicht nur angenehm ist, sondern auch einen stark hormonellen Einfluss auf den Organismus hat. Die körperliche Berührung stimuliert das Hormon Oxytocin, dessen Ausschüttung ausschließlich positive Auswirkungen hat: es senkt Blutdruck und Pulsfrequenz, entspannt, beruhigt, mindert das Schmerzempfinden und fördert Heilungsprozesse. Die Massage spezieller Energiepunkte bei der Tinnitus – Atemtherapie stimuliert ähnlich wie bei Akupressur das lymphatische und das muskuläre System: Körperflüssigkeiten kommen in Bewegung und der leichte Impuls auf der Haut setzt sich wellenförmig fort und kann positiv vom Körper für die Regulation von Störungen (z.B. Tinnitus) eingesetzt werden. Um die aufgestauten Energien ableiten zu können, gelten die ersten Übungen einer Sitzung zumeist den Füßen.

Atemtechnik und Visualisierung
Eine der Lerninhalte der Tinnitus – Atemtherapie ist es, zu einer natürlichen tiefen Atmung zurückzufinden und mit ihr Spannungen „abfließen“ zu lassen. Die Atemübungen entstammen zum großen Teil den Revitalisierungsgrundsätzen des Taoismus: indem man sich einen Vorgang bildhaft vorstellt („visualisiert“), wird unbewusst das Nervensystem angesprochen. In einer Art Mentaltraining, wie es auch Spitzensportler vor Wettkämpfen durchführen, „programmieren“ sich die Tinnitus – Betroffenen neu.
Grundvoraussetzung einer natürlichen Atmung ist das Bewusstsein des „verlängerten“ Ausatems. Je mehr Kohlendioxid ausgeatmet wird, desto stärker wird das Verlangen des Körpers, Sauerstoff aufzunehmen. Die Atemtechnik der Tinnitus – Atemtherapie ist schnell verinnerlicht und führt langfristig zu einer besseren Versorgung des Blutes mit Sauerstoff. Die bessere Sauerstoffversorgung führt zur Entschlackung der Organe, Muskulatur und aller anderen Systeme des Körpers.
Das Ziel der Tinnitus – Atemtherapie Holl® ist die komplette Wiederherstellung von gesunden und natürlichen Organ- und Körperfunktionen. Mit diesem Drei – Säulen – Konzept erreicht man die Fähigkeit zur Regeneration im biologischen Sinne, auf funktioneller, zellulärer und energetischer Ebene. Durch die Übungen sollen die Betroffenen all ihre individuellen Ressourcen zur Wiederherstellung und Regeneration des Körpers wieder optimal nutzen können. Diese Therapie eignet sich auch für alle gesunden Menschen, denn sie führt den Menschen zu einer gesamtkörperlichen und seelischen Empfindung zurück. Diese sowohl körperliche als auch seelisch – geistige Einheit bringt die rechte und linke Gehirnhälfte wieder zusammen und führt dazu, dass das Empfinden positiv beeinflusst wird.
Die Tinnitus – Atemtherapie wirkt also mit einfachen körperlichen und geistigen Übungen auf seelische Vorgänge. Äußere Anreize wie Bewegungen oder Berührungen lösen Impulse aus, die im Körper positiv genutzt werden, indem sie Spannungen lösen und Energie wieder zum Fließen bringt. Dadurch reduzieren sich klassisch psychosomatische Phänomene wie Tinnitus. Betroffene, die die Übungen einmal verinnerlicht haben, können das Tinnitus – Atemtraining als ein Instrument für sich betrachten und seine positiven Auswirkungen im Bedarfsfall jederzeit erneut abrufen.

Tinnitus – Atemtherapie nach Holl®,
durch wissenschaftliche Studien anerkannt

Die IKK Nordrhein wertet die Tinnitus – Atemtherapie seit Jahren wissenschaftlich aus und kann auf sehr gute Erfolge verweisen. Ende 2005 veröffentlichte die Gesellschaft für sozialwissenschaftliche Forschung in der Medizin mbH (GESO-MED) in ihrem Auftrag eine Studie zur Qualität und Wirksamkeit der Tinnitus – Atemtherapie nach Holl®. Ein von der IKK entwickeltes Evaluationsprogramm wurde für diesen Zweck angepasst und zugrunde gelegt. Dies und die hohe Erfolgsrate der Methode veranlassen auch immer mehr Krankenkassen, ihren Mitgliedern die Tinnitus – Atemtherapie zu empfehlen.


Informieren Sie sich bitte telefonisch über die aktuellen Kursangebote.